Ich hatte unsere Route nach Inverness an Loch Ness entlang geplant. Die Strecke geht immer am Wasser entlang und ist fahrerisch und landschaftlich sehr reizvoll. Ich war vor vielen Jahren schon mit meinem Mann Andreas dort lang gefahren und wir hatten es sehr genossen. Leider hatte ich vergessen, dass man von der Straße aus nicht so einfach ans Wasser gelangt. Denn das Ufer ist zumeist bewachsen und relativ steil. Aber neben mir saß dieses Mal Dunja. Und die wollte unbedingt etwas vom Wasser des Sees mitnehmen und suchte eine Stelle, an der sie ans Wasser gelangen konnte
Unser Besuch bei Urquhard Castle

Schon von der Straße aus erhascht man immer wieder einen Blick auf Urquhart Castle. Aber um das Gelände zu besichtigen, muss man Tickets kaufen und vom Parkplatz bis auf die Halbinsel hinunter. In der Einfahrt des Parkplatzes hielt mich eine offiziell wirkende Dame auf und fragte, ob ich ein Ticket hätte. Als ich verneinte, erklärte sie mir, dass ich Tickets im Touristenzentrum in der Stadt kaufen könne.
Eine Pause am Ende des Sees
Wir hätten also bis zum Anfang des Sees zurückfahren müssen. Da der Parkplatz überdies randvoll mit Bussen und PKWs war, fuhren wir wieder auf die Straße und setzten unseren Weg fort. Statt einer Möglichkeit, ans Wasser zu kommen, waren wir aber irgendwann am anderen Ende des Sees. Auf einem kostenfreien Parkplatz machten wir eine kurze Pause und vertraten uns mit den Hunden die Beine. Unterwegs kamen wir an einem der kleinen Nessie-Zentren vorbei und Dunja entdeckte an der Strecke ein Schild, das auf einen offenen Garten hinwies.

Statt ans Wasser hinunter geht es für Dunja bergauf
Kurzentschlossen fuhren wir zurück zu dem Schild, das auf einen Garten hinwies. Die Einfahrt war aber nur ein Kiesweg und sah recht steil aus. Zudem war nicht zu erkennen, ob es oben eine Möglichkeit zum Drehen geben würde. Glücklicherweise gab es aber nur wenige Meter weiter einen kleinen Parkplatz links neben der Straße. Dort blieb ich mit Liathrìgh beim Wohnmobil, während Dunja mit Oromeh zur Gärtnerei wanderte und sich dort alles ansah. Als Dunja von ihrer Gartenbesichtigung zurück war, fuhr ich die zwei oder drei Kurven weiter zum Nessie-Zentrum.
Dunja kommt doch noch an das Wasser von Loch Ness
Als wir ankamen, war der Parkplatz schon ziemlich voll. Ein netter Herr mit Warnweste sah meine suchenden Blicke, taxierte kurz mein Fahrzeug und fragte, wie lange wir bleiben wollten. Ich erklärte kurz, was wir vorhatten. Daraufhin versetzte er kurzerhand einen rot-weißen Pylon, der neben einem Bus den Zugang zu einer Treppe freihielt und wies mich auf dem neu gewonnenen Stellplatz ein. Dunja ging sofort mit ihrem Hund zum Ufer und füllte sich etwas vom Wasser des Sees ab. Ich ging derweil in den zum Zentrum gehörenden Laden. Anschließend ging ich noch ein paar Schritte mit meinem Hund spazieren.
Ein sonniger Abend rundet den Tag ab

Während meiner Wartezeit bei der Gärtnerei hatte ich einen Stellplatz bei einem Bauern in der Nähe von Dornoch gefunden, den wir nun anfuhren. Als wir eintrafen, fuhr gerade ein PKW weg. Als ich aber den Schildern zum WoMo-Stellplatz folgte, drehte der PKW und kam hinterher. Es stellte sich schnell heraus, dass das der Vermieter war.
Nicht alle Wohnmobilisten wünschen Kontakt
Wir durften uns auf dem noch leeren Areal einen Stelllatz aussuchen und erledigten gleich den offiziellen Teil, also Registrieren und Bezahlen. Anschließend zeigte der Vermieter uns Dusche und WC sowie die Ver- und Entsorgung. Alles sah sehr gepflegt aus und Dunja verschwand sofort unter der Dusche. Ich nutzte die Zeit für einen Spaziergang mit beiden Hunden, um das Areal zu erkunden.
Kurze Zeit später trafen noch zwei Wohnmobile ein, die sich möglichst weit von uns entfernt nebeneinander hinstellten. Ich ging hin, um sie zu begrüßen und ein Schwätzchen zu halten. Aber das Paar aus dem einen Wagen erwiderte kaum mein Hallo und das Gespräch mit dem anderen Pärchen blieb auch immer wieder stocken. Also kehrte ich zu Dunja zurück, die in der Zwischenzeit das Abendessen fertig hatte.
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